Mit den Regelungen im Beitragsschuldengesetz von 2013 sollte auch die Belastung der Krankenhäuser durch Kostenausreißer im DRG-System geprüft werden. Das InEK wurde beauftragt, Kriterien zur Ermittlung von Kostenausreißern zu ermitteln und einen so genannten Extremkostenbericht vorzulegen. Dieser ist nun erstmals im März 2015 erschienen.

Dr. Frank Heimig, der Geschäftsführer des InEK, hat auf dem Frühjahrsforum der deutschen Hochschulmedizin im April den Bericht (hier auf der Seite des InEK herunterzuladen) vorgestellt. Darin zeigt sich eindeutig, dass es

  1. eine Belastung durch Kostenausreißer gibt, die sich in der Summe durch eine Kostenunterdeckung auszeichnen und
  2. Maximalversorgerhäuser signifikant stärker als andere Krankenhäuser von Kostenausreißern betroffen sind.

Bereits im Fallpauschalen-Katalog für 2015 wurden deshalb einige Veränderungen vorgenommen, um diese Belastungen gegenüber dem alten Katalog besser abzufangen.

Aufgrund des Berichts wurden auch erste Konsequenzen in die Wege geleitet, welche die Vergütungen in der Pädiatrie betreffen. Wir haben die Hoffnung, dass man damit den kostendeckenden Lösungen von Extremkostenfällen an Maximalversorgerhäusern nun deutlich näher kommt.

Margret Schill, die Sprecherin unserer Initiative, freut sich über diese Entwicklung: „ Das Engagement unserer Unterstützer hat sich ausgezahlt. Nun muss die Praxis zeigen, ob es zu spürbaren Verbesserungen kommt. Wir bleiben dran.“