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Familie Gilg

Wir sind im Mai 2012 plötzlich aus unserer „heilen Welt“ gerissen worden. Bei unserer kleinen Tochter Paula (damals 4) wurde ein „Myelodisplastisches Syndrom“ festgestellt, eine Erkrankung der Blutproduktion, welche nur durch eine Stammzellentransplantation geheilt werden kann. Durch wöchentliche Transfusionen konnte Ihr Gesundheitszustand relativ stabil gehalten werden. Leider wurde kein geeigneter Spender gefunden, so dass man sich entschied uns Eltern für eine sogenannte haploide-Stammzelllentransplantation zu nehmen. Das dies funktioniert hat verdanken wir der unermüdlichen Forschung der Ärzte in der Kinderklinik. Dafür sind wir unendlich dankbar und haben jetzt wieder viel Spaß mit unserem fröhlichen und hoffentlich gesundem Kind.

Die Zustände auf der onkologisch/hämatologischen Station haben mich jedoch schockiert und es hat einige Zeit gedauert bis ich kapiert habe warum in einer Kinderklinik andere Maßstäbe herrschen wie beispielsweise in der  Kreisklinik (moderne geräumige Zimmer mit Bad, für jeden Patienten ein eigener Fernseher, annehmbares und gesundes Essen etc.) In unsere Zeit auf der Transplantationseinheit konnten nur 3 von 4 Zimmern wegen Personalmangel belegt werden und das obwohl die betroffenen Kinder Schlange stehen.

Während unsrem 3-monatigem stationären Aufenthalt in der Klinik habe ich mir geschworen dass ich mich zukünftig für eine Besserung der Zustände engagieren möchte, aber nicht dahingehend, dass man das System mit Spenden am Leben erhält, sondern dass die Politik etwas ändern muss. Ich bin unendlich dankbar für Ihre Initiative und freue mich darauf unseren Landkreis zu mobilisieren.