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Familie Siehl

Unsere Tochter bekam im ersten Lebensjahr ein Hepatoblastom. Wir waren Gott sei Dank an einer Uniklinik, wo sie gleich operiert werden  konnte. Allerdings stellte sich nach und nach immer mehr heraus, dass  man hier in diesem Fall nicht genügend spezialisiert war. So kamen wir  an die nächste Uniklinik. Eine Lebertransplantation war nötig. In  beiden Fällen folgten ständig Folgekomplikationen, so dass wir oft  wochen- und monatelang in der Klinik wohnten. Egal in welcher Klinik  wir nun waren, immer bot sich das gleiche stationäre Bild: Alle waren  super nett und bemüht um uns. Aber die Pflegekräfte schienen völlig  überlastet, so dass wir schon anfingen, mit aufzupassen, dass bei dem  ganzen Stress nicht Medikamente oder ihre Dosierung falsch eingestellt  wurden. Die Ärzte schienen mit Visiten, Untersuchungen und  Besprechungen nicht hinterher zu kommen, so dass wir fürchteten, dass  wir auf der Prioritätenliste immer weiter nach hinten zu rutschten.  Das ständige Mitdenken, Drängen auf notwendige Untersuchungen, ein oft  stundenlanges Warten auf den nächtlichen ärztlichen Dienst, der stets  unterbesetzt schien, das sind Belastungen, die zu den eigentlichen  Sorgen um das Kind oben drauf kommen, und die weder den Kindern noch  ihren Eltern, Pflegekräften oder Ärzten zugemutet werden dürften!