Gemeinsam für das kranke Kind: Eltern, Ärzte und Pflegende wollen den Beruf „Kinderkrankenpflege“ erhalten. Die Bundesregierung plant, ab 2016 die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzulegen.

Eine Generalisierung der Pflege ignoriert die besondere und verletzliche Situation des kranken Kindes. Schwer kranke oder chronisch kranke Kinder werden die Verlierer einer Reform sein, die in erster Linie den Personalmangel in der Altenpflege bewältigen will, protestieren Eltern, Ärzte und Pflegende.

Gemeinsam haben Verbände und Organisationen der Eltern-Selbsthilfe und der Kinder- und Jugendmedizin einen Aufruf verfasst, der die Interessen des kranken Kindes ins Zentrum rückt (hier zum Download). Alle befürchten einen deutlichen Qualitätsverlust, sollten die Reformpläne tatsächlich umgesetzt werden.

„Der Umgang mit Neugeborenen oder Kindern – sowohl medizinischer als auch sozialer Art – ist doch ein ganz anderer als mit Erwachsenen. Dies muss sich auch in spezifischen Zusatzqualifizierungen in der Pflege widerspiegeln.“, so Margret Schill von der Initiative „Ich bin keine Fallpauschale“.

Ob kaum 500 g leichtes Frühgeborenes, schwer kranke Säuglinge, Kleinkinder oder pubertierende Jugendlichen mit Gesundheitsproblemen – ohne die über mehrere Jahre fachspezifisch geschulten Kinderkrankenpflegerinnen und-pfleger verliert das kranke Kind immens wichtige Partner für seine Genesung und Betreuung.

Die Unterzeichner des Aufrufs zum Erhalt der Kinderkrankenpflege in Deutschland werden sich weiterhin bei Politikern auf Landes- und auf Bundesebene intensiv dafür einsetzen, bei den Gesetzes- und Reformplänen im Gesundheitsbereich die spezifischen Bedürfnisse von Kindern im Krankenhaus entsprechend zu berücksichtigen. Die Pläne zur Pflegeausbildungs-Reform sind stillschweigend über etwas Grundlegenden hinweggegangen: Das Recht auf fachgerechte und qualitativ hochwertige Betreuung im Krankheitsfall gilt auch für Kinder.

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